Henrik Stenson

Ryder Cup: Henrik Stenson ist die Hoffnung für Europa



Golfer Henrik Stenson beim Ryder Cup – Europa braucht diese Legende

Ein Betrüger stahl ihm acht Millionen, in der Weltrangliste stürzte er auf Platz 621. Jetzt ist Henrik Stenson wieder da. Doch ausgerechnet beim Ryder Cup droht er fürs europäische Team auszufallen.

Aus Minnesota berichtet Heiko Oldörp

Das Motto des 41. Ryder Cup ist im Hazeltine National Golf Club nicht zu übersehen. “WHERE LEGENDS ARE FORGED” steht überall in Großbuchstaben geschrieben. Der prestigeträchtige Kampf der Kontinente, bei dem alle zwei Jahre Europa gegen die USA antritt, hat in seiner Geschichte viele Legenden hervorgebracht. Diesmal könnte Henrik Stenson zur Kultfigur werden – zumindest bietet der Schwede die Voraussetzungen dafür.

Das Team Europe setzt sich beim schweren Auswärtsauftritt 30 Autominuten westlich von Minneapolis gleichermaßen aus Ryder-Cup-Rookies und Routiniers zusammen – sechs Neulinge, sechs Erfahrene. Lee Westwood ist mit neun Teilnahmen und 20 Siegen der Etablierteste und Erfolgreichste, Rory McIlroy der mit dem klangvollsten Namen und Stenson – in diesem Jahr – der Konstanteste. Der 40-Jährige hat einen sensationellen Sommer hinter sich.

Im Juni Sieg bei den BMW International Open auf Gut Lärchenhof. Im Juli triumphiert er bei den British Open. Im August folgt in Rio Olympia-Silber. Ende September weiß jedoch nicht einmal Stenson selbst, was er in den kommenden Tagen leisten kann. Denn er geht angeschlagen in seinen vierten Ryder Cup.

Was sagt das Knie?

Im Dezember hatte sich der gebürtige Göteborger einer Meniskus-Operation im rechten Knie unterzogen. Vor einem Monat wurde dort erneut ein kleiner Einriss festgestellt. Stenson brach ein Turnier der PGA-Tour-Playoffs ab, spielte ein zweites unter Schmerzen und zog sich dann komplett zurück.